Ein Sprichwort sagt: „Du solltest täglich 20 Minuten meditieren. Außer wenn Du zu beschäftigt bist. Dann solltest du eine Stunde meditieren.“

Dabei ist Meditation ist keine spirituelle Praxis zum Selbstzweck, sondern dient erst einmal dazu, dass wir im Alltag besser mit den Herausforderungen umgehen lernen und zu der besten Version unseres Selbst werden. Sie hilft also den inneren Plapperer und damit unsere Gedanken zu beruhigen, damit sie nicht unkontrolliert sind und die Körperchemie so durcheinander bringen, dass der Körper am Ende glaubt, er selbst wäre der Geist und uns unbewusst durch Hormone wie Adrenalin und Ähnliches steuert.

Wenn man also Gedanken beruhigt und im Nachgang auch verändert, um besser mit Herausforderungen umgehen zu können,  aber weiterhin wie in der Vergangenheit fühlt, sind Körper und Geist immer noch gegensätzlich und es tritt keine Veränderung ein. Daher ist es so wichtig, dass Du Dir während Deines gesamten Veränderungsprozesses immer wieder bewusst bist, dass Emotionen der Katalysator für Deine Veränderung sind. Die Idee dabei ist, den Körper auf einen anderen Geist einzustellen. Dabei ändern sich Gedanken und Gefühle gleichzeitig.

Wenn Du zum Beispiel ein sehr aufbrausender Mensch bist und Dir vornimmst, gelassener auf die Situationen in Deinem Leben zu reagieren, dann nützt dies nichts, wenn Du immer noch Zorn und Wut fühlst. Auch diese Gefühle müssen sich ändern, damit Du den Geist und damit auch die Körperchemie änderst. So erschaffst Du eine neue Realität. Dazu muss man die Persönlichkeit ändern, die alten Gefühle und Gedanken anschauen, beobachten und bewusst entscheiden, ob diese in die Zukunft gehören.

Und genau das ist im Grunde Meditation. Die Bewusstwerdung und Aktivierung des inneren Beobachters. Das Beobachten bedeutet, nicht mehr das unbewusste Körper-Programm selbst zu sein, sondern es nur zu beobachten. In diesem Moment bist Du reines Bewusstsein, dass das alte Selbst beobachtet und entscheidet anders sein zu wollen. Liebevoller, entspannter, aufmerksamer, gelassener, erfolgreicher… Die Folge ist: die mentale Wiederholung und emotionale Verankerung des Neuen versursacht eine Veränderung des Verhaltens und damit der Realität.

Das Hinsetzen während der Meditation bewirkt also nun, dass der Körper nicht mehr glaubt der Geist zu sein, indem er über die Körperchemie versucht die Gedanken und Gefühle zu steuern, sondern wir selbst der Geist sind. Wir sind dann reines Bewusstsein ohne Zeit und Raum und Identität. Wir gehen damit über den analytischen Geist hinaus.

Du kannst die Grundmethodik, wie Du Dein Leben neu erschaffen kannst hier noch einmal genau nachlesen.

Du kommst durch eine klare Absicht was Du erschaffen möchtest, verbunden mit einer höheren Emotion wie sich das Ergebnis anfühlt, von der Biologie der Vergangenheit zur Biologie der Zukunft, das heißt Du verbesserst mittels der Meditation Deine Körperchemie, Deine Gehirnkapazität, Deine emotionale Lage und damit Deine Performance im täglichen Leben. Meditation verbessert also alle Bereiche Deines Lebens.
Daher meditieren inzwischen die besten CEOs, Berühmtheiten, Sportler und viele andere erfolgreiche Menschen jeden Tag.
Wichtig ist, dass Du den richtigen Stil für Dich findest. Denn wir meditieren nicht um ein guter Meditierender zu werden, sondern um, wie schon beschrieben, gut auf die Herausforderungen des Lebens reagieren zu können.
Der alte traditionelles Stil, der „Monastic style“, ist fokussierend auf etwas und diszipliniert. Wir kennen ihn von den alten Yogis, die asketisch auf dem Berg saßen.
Ich bevorzuge allerdings den modernen Stil, bei dem es eher darum geht, dass der Körper aus dem Weg geht. Wir werden reines Bewusstsein, das Gehirn ist sehr aktiv.
Beim traditionellen Stil ist ein kleiner Teil des Gehirns sehr aktiv, bei dem Bewusstseinsstil wird ein großer Teil des Gehirns aktiv, aber nicht so stark wie beim fokussierenden, sondern eher in der Fläche.
Insgesamt wird das corpus collusum gestärkt und damit die Verbindung der beiden Gehirnhälften: kreativ und logisch. Ist diese Verbindung besser ausgebildet, können wir kreativer, bewusster und gelassener unsere Probleme und Herausforderungen lösen. Der stresshormonbasierte Fluchtmodus vergeht, gelassene Problemlösung gelingt. Der Körper heilt sich selbst von Stress.

Eine Fähigkeit, die durch die Meditationen besser wird ist auch, die Feinheiten zu entdecken. Manchmal sehen Dinge so aus, als würden sie passen, aber man lässt sich von der Fassade täuschen. Zum Beispiel wirkt das neue Jobangebot verlockend, aber wenn man genau hinsieht, passen die Parameter nicht. Oder der mögliche neue Partner wirkt absolut passend und attraktiv, ist bei genauerem Hinsehen leider nicht passend. Hier wirkt Meditation bewusstseinsstärkend, so dass man quasi ohne Erwartungen die Dinge sehen und beurteilen kann.

In den alten Veden gab es dafür einen Spruch: die Wahrheit wartet auf Augen, die frei sind vom Verlangen!

Und damit zeigt sich für mich das eigentliche Wesen einer Meditation. Es kommt nicht darauf an, irgendwie oder irgendwo zu sitzen und die Augen zu schließen. Es geht im Grunde darum den Weg ins vereinheitlichte Feld zu finden. Du kannst das auch den Nullpunkt oder den gegenwärtigen Moment nennen. Es geht darum diesen Ort zu finden, der ein Zustand ist, an dem wir nichts mehr “haben wollen” oder “brauchen”, weil alles schon da ist. An diesem Ort und in diesem Zustand in dem aber auch gleichzeitig nichts ist, weil nichts nötig ist. Es fühlt sich erst ein wenig befremdlich an, weil man das Gefühl bekommt, das sei ein zutiefst passiver Zustand, aber eigentlich ist er genau das Gegenteil. Denn wenn ich fühle, dass ja alles schon da ist – Jetzt – dann muss ich nichts mehr wünschen oder manifestieren, denn es ist ja schon da. Jetzt. Also eigentlich alles andere als passiv.

Und genau darum geht es. Die Meditation ist eine Landkarte, die den Weg zeigt zu genau diesem magischen Ort, an dem Du alles findest und nichts mehr willst. An dem Du in vollem Bewusstsein bist. Im Bewusstsein, dass Du bewusst bist. Im Bewusstsein, dass Du alles schon hast. Weil alles da ist. Es gibt keinen Mangel hier. Und dann fließt eine Welle der Dankbarkeit, der Liebe und der Freude durch Dich hindurch. Ganz automatisch. Und Du bemerkst, dass Du die höheren Emotionen, die Du ja zum Manifestieren als Katalysator benötigst, vom Universum geschenkt bekommen hast und Du nun, da Du ja fühlst, dass alles schon da ist, auch alles in Dein Leben ziehst.

Das Geheimnis des Lebens lüftet sich dann und Du kannst mitspielen im großen Spiel der Schöpfung.

Allerdings lass Dir bitte nicht von irgendjemandem erzählen, dass dies schnell geht und ohne Schwierigkeiten. Das Universum prüft immer, ob man einen Weg wirklich wirklich gehen will. Du darfst also mit ein wenig Gegenwind rechnen. Macht aber nichts. Setze Deine Segel entsprechend und reite die Welle. Wenn Du den inneren Beobachter aktiviert hast, wirst Du das meistern. Und wenn Du auf dem Weg Dinge entdeckst, die Du nicht mehr brauchst, räume sie mit sowenig Resonanz, wie es geht weg und gehe unbeirrt weiter. Und wenn Du Hilfe benötigst, hole sie Dir. Alle die diesen Weg gegangen sind, wissen, dass es manchmal auch Tage gibt, die einfach doof sind und an denen nichts klappt. Die Meditation will nicht gelingen, der Plapperer keift rum und Du findest keine Ruhe. Dann lass dir helfen.

Denn wenn man mit der Landkarte unterwegs ist, kann es auch trotz und mit ganz viel Bewusstsein vorkommen, dass man das Ding einfach mal falsch gefaltet hat.

Also fasten your seatbelt, you are ready for take off!