Diesen Spruch fand ich als Kind in den 70gern irgendwie doof. Meine Cousine die damals schon erwachsen war, trat für diesen Ausspruch vehement ein. Genauso wie sie morgens in den Park ging, um dort gemeinschaftlich Thai Chi zu praktizieren, kein Fleisch aß und irgendwie immer lächelte, wenn ich sie traf. Wo ich mich aufregte, blieb sie gelassen.

Heute verstehe ich gut, an welchem Punkt sie damals schon war. Gerade jetzt, wo ich in den letzten Tagen über einen Politiker mit einer Kopfwunde las, über Einschränkungen der besonderen Art in unserem Nachbarland und nachdem sich eine große Müdigkeit in der Gruppe von Menschen breit macht, die sich einen Wandel wünschen hin zu mehr Substanz aus dem Herzen und weniger Spaltung. Die für Wahrheit und Wahrhaftigkeit stehen. Und trotzdem nehmen viele wahr, dass es immer ungemütlicher und abstruser in diesem Land zu werden scheint. Auch wenn ich mich wiederhole, möchte ich trotzdem noch einmal  auf die geistigen Gesetzmäßigkeiten hinter den Dingen hinweisen.

Es bleibt halt immer gültig:

Geist über Materie

Will einer Krieg spielen und alle Anderen finden Kampf doof, findet kein Krieg statt. Und wenn der Eine trotzdem nicht aufhört mit dem Zündeln, aber alle Anderen nicht darauf einsteigen und stattdessen ihren Fokus auf das richten, was sie sich für das Kollektive wünschen, nämlich Frieden, hört auch der Eine irgendwann auf mit den Streichhölzern zu fuchteln.

Denn es geschieht nach unserem Glauben.

Glaubst Du, dass unsere autochthone Gesellschaft gespaltet ist und wiederholst das immer wieder, dann ist sie das auch. Du postulierst diesen Zustand.  Neurowissenschaftlich gesehen entstehen aus Glaubenssätzen (z.B. “unsere Gesellschaft wird gespaltet”) Gewohnheiten und aus Gewohnheiten Charakterzüge. Und dann bildet sich der verfestigte Glaubenssatz in einem Zustand ab (“unsere Gesellschaft ist gespaltet”).

Nimmst Du allerdings nur zur Kenntnis, dass versucht wird, eine Spaltung durch die Gesellschaft zu initiieren und fokussierst Dich dann auf Gemeinschaft und sprichst, über diese und fühlst Gemeinschaft und kannst Dir diese auch vorstellen, dann wird sie sich manifestieren.

Geist über Materie.

Und genau dazu dienen diese ganzen inszenierten Dinge, die in der Gesellschaft immer wieder den Fokus auf die Schrecklichkeit und Ausweglosigkeit lenken sollen.  Auf Gewalt, auf Restriktion, auf Trennung und Spaltung. Sie sollen in Deinem Geist einreden, es gäbe eine Spaltung. Aber lass Dich nicht durch die Manege führen. Du entscheidest, was in Deinem Kopf stattfindet, was Du in Dein Herz lässt. Und daher findet der Wandel, den wir uns alle so sehnlichst wünschen auch nicht auf der politischen Ebene statt, sondern allein in unserem Geist. Also entferne die Jahrhunderte alten Konditionierungen und halte ihn rein. Kontrolliere, was Du Deinem Geist an Nahrung gibst. Und stärke Deine Herzenskraft. Die mit der Du Mitgefühl empfinden kannst, Freude, Liebe, aber mit der Du auch spüren kannst, was schädlich für einen Organismus ist.

Gewalt aller Art schwächt diese Herzenskraft. Und Gewalt findet derzeit nicht nur vielerorts auf den Straßen statt, sondern auch und vor allem in unserer Sprache, in der Art miteinander umzugehen, in der Art, wie man auf Aggression reagiert und auch in der Art wie die Gesellschaft mit sich selbst umgeht.

Dies ist kein Plädoyer dafür, die andere Wange hinzuhalten. Sondern dafür, zu verstehen, dass wir in unserem Inneren, dem Geist und dem Herzen zuerst Großtreinemachen müssen. Und dann den Körper reinigen. Und dann erst kann sich der Wandel in der Materie zeigen. Wie soll etwas im Außen anders werden, wenn es im Inneren gleich bleibt? Ich erinnere dazu an die kosmischen Gesetzmäßigkeiten. Im Innen wie im Außen.

Geist über Materie

Politischer Kampf und Trennung haben an der Stelle wenig Veränderungskraft, da sie ausschließlich im Außen stattfinden und im Innen der einzelnen Menschen nichts bewirken außer Angst. Eine schöne Ablenkung vom Eigentlichen. Wer mag, lese dazu hier nochmal nach, wozu die Spaltung dient.

Jetzt ist Zeit für das nächste Level. Übernimm Verantwortung. Du bist ein Vortex der schöpferischen Energie. Nutze diese Kraft und entfache Dein Feuer. Und wenn einer Krieg will, gestalte Frieden. Wenn einer Spaltung will, kreiere Gemeinschaft. Wenn einer im Außen ablenkt, wende dich nach Innen.

Nimm die Aufforderung zum Zirkus spielen erst gar nicht an, sondern bedanke Dich für das Angebot. “Danke, allerdings gehe ich einen Weg des Friedens. Ich lade Dich herzlich ein, ihn mit mir zu gehen. Und wenn Du das nicht willst oder kannst, wünsche ich Dir alles Gute. In meinem Leben hast Du dann allerdings keinen Platz mehr.” Und dann gehst Du ohne Groll und Zorn einfach weiter Deinen Weg. Keine Aufmerksamkeit mehr auf das Gekreische. Geh weiter. Fülle Deinen Geist mit Freude und Gestaltungskraft. Verbinde Dich mit Gleichen. Erst geistig und dann wirst Du sie im Außen treffen. Ohne die Gefahr von Täuschung, denn Energien die gleich sind ziehen ich an..

Wenn Du also Kampf- und Kriegsgekreische im Außen bemerkst, dann wende Dich nach innen. Frage Dich “Was hat das mit mir zu tun, dass sich das gerade in meinem Leben zeigt?” und dann erlöse es im Innen. Und wenn Du dann keine Resonanzfläche mehr für das Ganze Kriegsgekreische bist, hat es in Deinem Leben auch keine Kraft mehr, sucht sich einen anderen Wirt und verschwindet.

Geist über Materie.